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Berlin in 12 Gängen

Was für ein grandioser Start in mein monatliches Berlin-Menü im Saint Farah.

Berlin in 12 Gängen

Saint Farah

Für einen Abend bzw. eine Stunde ins Saint Farah nach Berlin und jede Minute ist es wert. Ich sitze an meinem liebsten Platz, am Tresen, direkt an der Küche und folge den Gerichten.

Erst seit November hat Chefkoch Nadav Kundel gemeinsam mit seinem Cousin Gil Azrielant das nach seiner Großmutter benannte Restaurant eröffnet. Eine Hommage an ihre Gastfreundschaft in Tel Aviv und regelmäßige mittägliche Besuche. Und die gelingt hier in großer Lebendigkeit sehr gut. 

Köstlich mein Lauch-Kroketten-Einstieg, cremig gefüllt mit Bechamel, H’Raime-Aioli und getoppt mit Bottarga. Dazu Frische von Gurke mit Miso-Caesar-Dressing, Chili-Crisps und Parmesan. 

Schon jetzt als Signature Dish vorgestellt, ist der gegrillte Mangold, gefüllt mit Lamm und Rind, begleitet von süß-saurem Rote Bete-Ketchup. Das einzige großmütterliche Gericht im Übrigen. Gefolgt von Crudo von der Gelbschwanzmakrele mit Relish aus Gurke und Sellerie sowie einer grünen Salsa, für die die Reste des Mangolds genutzt werden. Alles wird hier verwendet.

Herzhaft runden Miesmuscheln ab, besonders wohlig dank Chinesischem Reiswein, pikantem Lao Gan Ma, Speck und Pita, welches in viel Butter gegrillt wurde. Herrlich buttrig dementsprechend und die Muscheln wie in einem Bett aufgefangen.

Süß verabschiedet mich eine S‘More-Variante, nur das natürlich der Ahorn-Marshmallow und Lotus Cracker sowie die Pumpkin Spice Hot Chocolate selbstgemacht sind. 

Was für ein grandioser Start in mein monatliches Berlin-Menü!

Nobelhart & Schmutzig

Wie schmeckt Heimat für Dich? Und kann ich mich zügeln, wenn ich in einem Restaurant keine Fotos machen darf? Auf beides hat das vorhangverhangene nobelhart & schmutzig eine Antwort.

Mit einem knackigen Berliner Heimatmenü, vorweg ergänzt von Gelber Bete, bitter, süß und warm mit einer Safran-Mayonnaise sowie einer Pirogge in säuerlich mit einer Tomate, die nach Tomate schmeckt. Heimatlich folgt das Hühnerfrikassee wie bei meiner Oma, nur hier mit feinem Kartoffelpüree.

Babka mit Kürbiskern und Buttermilcheis mit Birkensirup verzücken ein süßes Ende.

Weinbegleitend und musikalisch von dem Gastgeber schlechthin Billy an die Hand genommen, mit einem Betthupferl und neuem Lieblingsrestaurant  entlassen.

Nächsten Monat steht übrigens der Österreichische Botschafter dem Heimat-Menü Pate mit seinem Beuschel-Gericht.

Il Calice

Es gibt den Italiener von nebenan und dann gibt es sehr selten ein italienisches Restaurant, das schon beim ersten Bissen überzeugt.

„Enoiteca Il Calice“ befindet sich schon seit über 20 Jahren in Berlin, hat aber seit ein paar Monaten mit Danny Benedettini frischen Wind in der Küche, und das schmeckt man sofort.

Wenn auch meine Arrabbiata nicht scharf ist, begeistert die Pomodoro schön fruchtig tomatig – frische Chilis helfen bei der Schärfe nach, ist die Lasagne unaufgeregt eine der Besten, die ich je gegessen habe.

Orania.Berlin

Mein erstes Mal in einem Hotel in Berlin und sofort fühlen die Kinder und ich uns zu Hause. Das beginnt schon am Empfang: kein steifes Einchecken, sondern ein Begrüßungsgetränk im Sitzen und ein echtes Gespräch. Auf dem Zimmer warten kleine Überraschungen, die genau diesen Ton weiterführen: eine Einwegkamera und Pralinen – keine leere Geste, sondern etwas zum Anfassen und Ausprobieren.

Der Blick geht auf den Oranienplatz, mitten hinein in die Lebendigkeit von Kreuzberg: bunt genug, um zu spüren, wo man ist, und trotzdem ein Rückzugsort.

X-Berg Duck: Die Ente in all ihrer Vielfalt

Abgerundet wird die Nacht von der mittlerweile berühmten X-Berg Duck – einem Menü, das der Ente so viele Facetten abgewinnt, wie ich es selten erlebt habe. Es beginnt ungewöhnlich: auf einer Pizza als saftige Pekingenten-Version, dann eine Dashi-Variante mit Dim Sum.

Die knusprige Haut wird tranchiert und serviert mit Ingwer, Frühlingslauch, Rettich und Hoisin-Sauce – selbst im Pfannkuchen gerollt. Danach die zarte Brust, begleitet von Pfeffer und der Säure von Pak Choi, bevor ein Gurken-Koriander-Sorbet für einen erfrischenden Cut sorgt. Den Abschluss bilden Keulenfleisch und Eigelb auf gebratenem Reis – wohlig, rund, genau richtig als letzter Gang.

Ein in sich stimmiger Abend, der der aus Irland stammenden Ente echten Respekt zollt und mir einen ganz neuen Zugang zu einem eigentlich vertrauten Gericht geschenkt hat.

Und ja: Mitglied im Orania Breakfast Club bin ich natürlich auch.


Saint Farah, Weinbergsweg 8a, 10119 Berlin, Prenzlauer Berg, Deutschland, +4915202171674, info@saintfarah.de, saintfarah.de

Nobelhart & Schmutzig, Friedrichstr. 218, 10969 Berlin, Mitte, Deutschland, +493025940610, dubist@nobelhartundschmutzig.com, nobelhartundschmutzig.com

Il Calice, Walter-Benjamin-Platz 4, 10629 Berlin, Deutschland, +49303242308, restaurant@ilcalice.de, enoiteca-il-calice.de

Berlin

Kitchen Library

Über 800 Kochbücher, Wohnzimmer-Gemütlichkeit und ein Duo aus Gastgeberin Daniela und Chefkoch Udo.
tulus lotrek, Berlin, Michelinstern, Max Strohe

tulus lotrek*

Wie in einem sehr gemütlichen Wohnzimmer sitzt es sich im tulus lotrek in Berlin Neukölln.
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Horváth**

Für einen Abend nach Berlin, und es zieht mich in das, nach dem österreichischem Schriftsteller benannten Horváth in Kreuzberg.

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Auf einem Regal aneinandergereihte Weinflaschen im Restaurant Barra in Berlin

Barra

Ein Wochenende in Berlin und immer kommen wir erfüllt, doch auch recht erschlagen wieder zurück, fast wie zu Studentenzeiten.
Restaurant Shiori Berlin

Shiori

Einen Abend alleine in Berlin, und ich hätte mir kein besseres Restaurant als das Shiori aussuchen können.
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Markthalle Neun

Jeder hier ist mit Leidenschaft Spezialist in seinem Gebiet und ermöglicht nahe Tuchfühlung mit Herstellung und Produkt.
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About last night

WINDISCH – The Art of Baking

Wenn aus einem nachmittäglichen Kuchen und Tee – Ritual mit der Mami eine eigene Bäckerei entsteht.

hæbel

Wenn ich ein eigenes Restaurant hätte, wäre es wie das hæbel.

Flensburg

Mein erstes und auf keinen Fall letztes Mal in Flensburg.

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Shio Handrolls

Nah am Tresen werden spontan die Handrolls ausgesucht – Resteverwertung von bester Fisch-Qualität – und deshalb immer mehr Fisch als in jeder Sushirolle irgendwo anders.