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New York

Ich hatte vergessen, wie sehr man eine Stadt lieben kann. Überwältigt von so viel Abwechslung, Schönheit, Kulinarik.

8. Januar 2026

New York

Vor 15 Jahren war ich das letzte Mal in New York, und ich hatte vergessen, wie sehr man eine Stadt lieben kann, und ich weiß, damit bin ich nicht die Einzige. Überwältigt von so viel Abwechslung, Schönheit, Kulinarik. Früher mit meinen Eltern, meiner Schwester, die dort ein Jahr leben durfte. Mit meinem Papi habe ich damals mein erstes Piercing im Ohr machen lassen, und jetzt hat meine Tochter auch ihre Ohrlöcher in NYC bekommen. So schließt sich der Kreis;)

Obwohl wirklich überall, für Pizza, Bagel, Burger, Einlass in dem besten Spielzeugladen überhaupt angestanden werden muss, ist die Schlange meist perfekt organisiert, sogar mit wanderndem Schild inmitten des Theaters für die Damentoilette.

So wie ein Gang in einem Michelin-Stern prämierten Restaurant mit Foie Gras, Trüffel oder Wagyu upgegradet werden kann, so hier auch jedes Event: Der Besuch im Rockefeller Center oder der Highway mit Fast Lane, das Schleimmuseum mit extra Schleimdusche.

Ich liebe, dass man an jeder Ecke schnell und unkompliziert eine Maniküre oder Pediküre bekommen kann.

Hier meine unbedingten Empfehlungen von Hotels, Museen, Shops, Restaurants – und ich habe in acht Tagen in über 23 Restaurants gegessen. Über das Booking System Resy lässt sich easy fast jedes Restaurant reservieren, sich auf die Warteliste setzen.

Where to live or not to live

Gar nicht so einfach, das richtige Hotel zu finden, denn alle sind teuer. Wir haben zwar sehr gemütlich gewohnt, aber nicht perfekt gelegen und auch sehr holprig für den Preis und 5 Sterne. Im Fifth Avenue Hotel hatten wir drei Tage keine funktionierende Dusche und einen sehr schlechten Concierge-Service, doch sie sind uns großzügig entgegen gekommen.

Im Greenwich Hotel war das Badezimmer eiskalt und auch die Räume ließen sich nur durch lautes Gebläse wärmen. Der Pool, der für Kinder nur morgens zwischen 7-10 Uhr zu nutzen ist, war so hoch temperiert, dass wir nicht schwimmen konnten und unser Zimmer war zum Check-in erst um 17 Uhr bereit. Dennoch ist die Wohnhalle mit Kamin nur für Gäste und sehr gemütlich.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich nächstes Mal näher am Central Park im Aman oder Four Seasons wohnen und in Soho im The Mercer Hotel.

Where to eat

S & P Lunch macht die allerbesten Sandwiches an langem Tresen in Diner-Optik. Ein Pastrami-Sandwich, weich mit zartem Fleisch, saftig dank Russian Dressing und Coleslaw. Katz’s Delicatessen muss nicht sein.

Mama’s too hat die beste Pizza und ist schnell trotz großer Beliebtheit.  Apollo Bagels oder Utopia oder Leon’s Bagels sind wahrscheinlich alle sehr gut. Unkompliziert, eng und rummelig gefiel uns Thai Diner gut. Balthazar zum Frühstück oder wann auch immer man einen Tisch erhascht.

Rezdôra für abends, ist es auch mit einem Michelin-Stern prämiert. Hausgemachte Pasta, besonders zum Bespiel der Ravioli gefüllt mit Ricotta und Eigelb, großzügig betrüffelt oder das sehr cremige Tiramisu.

Ich liebe Cipriani Downtown, wahrscheinlich auch wegen der Besuche mit meinen Eltern, doch Bellini, Carpaccio Cipriani und die Bolognese sind meine Stammgerichte. Und erst die Terrasse unter der gelben Markise im Sommer.

Le Coucou, ein Michelin-Stern, doch  ohne Gel und Tüpfelchen, dafür mit Klassikern wie Seezunge und Rinderfilet, nur eben in sehr gut und romantisch Kerzen beschienen.

Last but not least: Eleven Madison Park, prämiert mit drei Michelin-Sternen für ein komplett veganes Menü, das tierisch ergänzt werden kann und begeistert. Ehrfürchtig sitze ich in den großen Hallen, staune über die einzelnen Gänge, die allesamt nicht überladen, nur fein durchdacht auf das Nötigste erscheinen.

Das Gemüse kommt von der eigenen Farm, so Lauch in raffiniert, ein Croissant mehr als ein Brot, vollmundige Brühe zur Ankunft. Jakobsmuschel Ceviche wird gefolgt von einem Trüffel-Geschenk in der Küche, meinem Lieblingsort jedes Restaurants. Zurück an Ort und Stelle wärmen Sobanudeln, anschließend versteckt sich ein Hummer.

Als kunstvolle Bereicherung hat Inhaber und Chefkoch Daniel Humm gemeinsam mit Freund und Künstler Rashid Johnson ein Kunstwerk entwickelt, in dem eine Kartoffel geräuchert wurde. Ente und Kokosuss-Eis mit Sticky Reis, Mini-Donuts und eine Schokoladen-Sesam-Brezel sowie ein After Drink verabschieden mich verzückt.

Was mir so noch nie aufgefallen ist, ist das eingespielte Kümmern um die Gäste, indem Runde um Runde von den Servicekräften gedreht und die Tischdecke der nächsten Gäste schon gebügelte wird. Ein insgesamt atemberaubendes Erlebnis.

Where to shop

In Soho, entlang der Greene, Spring oder Mercer Street schlendere ich am liebsten entlang. Dort fragt jede Verkäuferin nach dem Namen, merkt ihn sich und sucht immer wieder unaufdringlich den Kontakt, so z.B. bei bei Kirna Zabête oder Zimmermann, wobei mir Letztere gerade eine Email geschrieben hat, sollte ich wieder nach New York kommen. Extra nach Brooklyn bin ich für  Kettl Matcha Sen Mon Ten gefahren, auf Wunsch meiner Schwester.

Für FAO Schwarz, den besten Spielzeugladen überhaupt steht man gerne schon morgens um 8.30 Uhr an. Für das zum Leben erwecken eines Kuscheltieres, dem spielerischen Braten eines Jellycat-Pfannkuchens (frühzeitig buchen), einer selbstgestalteten Handtasche, Schleim in all seinen Formen und Farben, einem personalisierten Schleichtier. Wir waren begeistert, gleich zweimal.

What to do

Ein Musical-Besuch ist ein Muss, uns hat Hamilton sehr gefallen. Ebenso das Guggenheim Museum, allein schon der Architektur wegen. Mit Kindern der Central Park Zoo, Schlittschuh- oder Rollschuhlaufen vor dem Rockefeller Center, The Sloomoo Institute – das Schleimmusem. Die Schleimdusche ist aber eher trostlos. Spazierengehen über die Brooklyn Bridge oder die High Line im Meatpacking District- wenn nicht gerade wegen Schnee gesperrt, auf das Summit Gebäude oder klassisch Empire State Building.


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