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Louis,Thomas und ich

Von der Alster an die Elbe hat mich das Hotel Louis C. Jacob gezogen und sehr zu Hause durfte ich mich fühlen.

17. September 2022

Louis,Thomas und ich

Von der Alster an die Elbe hat mich das Hotel Louis C. Jacob gezogen und sehr zu Hause habe ich mich gefühlt: Auf der Lindenterrasse, in der kleinen, urgemütlichen Bibliothek, dem Spa-Bereich und unschlagbar und wahrscheinlich mein Highlight in diesem Jahr am Küchentisch des Restaurants von Thomas Martin und Team.

Durchweg herzlich im Hotel willkommen geheißen, darf ich ein Stockwerk tiefer die kulinarische Schaffenswelt des Jacobs betreten. Begrüßt durch Thomas Martin selbst und durch den Abend geleitet, verköstigt von Küchenchef Felix, der im Jacob gelernt hat und dessen Liebe zu dem Haus schon von Generation zu Generation führt und unterstützt von Chef Tournant Jesko, Ronja, Jonas und Stefan.

Als würde ich direkt aus der Küche gefüttert werden, beginnt mein Menü erfrischend mit marinierter Gurke, Apfel, Meerrettich und frittiertem grünen Reis. Verschiedene, sich bereichernde Geschmackskomponenten umfasst die abgeflämmte Avocado mit Hummus, Kimchi, Sellerie, Kräutersalat, Papadam Chips mit Curry, Sojavinaigrette und Kräuteröl und leitet zu einem knusprig, fein säuerlichen und raffinierten Geschmacksbild.

Vor meinen Augen wird die Fjordforelle finalisiert mit Wasabi Crème, Buttermilch mit Öl, Kapuzinerkresse, Forellenkaviar, Croutons und Dillblüten. Wohlig fängt das Trüffel-Risotto mit rotem Chicorée und Trüffelschaum auf.

Zwischendurch ertönt eine Durchsage vom obigen Restaurant, führt die Rolltreppe die Speisen hoch in selbiges und würde ich am liebsten in das einstimmige „Jawohl“ der Küchencrew mit einstimmen.

Ein gedämpfter Heilbutt vereint sich in einer Curry Beurre Blanc mit einem Vielerlei von Blumenkohl, roh gehobelt, kleine Röschen, als Blatt und Chip, sowie Püree. Noch vor dem seit 1997 bestehenden Klassiker der zart geschmorten Kalbsschulter mit Sellerie, Birne und Rotwein-Jus erfrischt ein Passionsfrucht-Sorbet.

Auf Kürbis ist das opulente Dessert aufgebaut aus Muskat-Kürbis Kompott, Sauerrahm, Lebkuchengewürz, Engelshaar, Kürbiskernöl-Eis und Chips von gerösteten Kürbiskernen, das ich entspannt über Frühstückstipps, Restaurants in Paris und das am Menü angelehnten Mittagsangebot des Jacobs plaudernd genieße.

Glücklich erfüllt und dennoch ungerne geht es für mich die Rolltreppe wieder aus der Küche hinaus, durch die schon Robbie Williams auf roten Socken gelaufen ist, folge ich meinen Pralinen in mein Zimmer.

Mit den Lichtern der vorbeiziehenden Schiffe und den am Strand brechenden Wellen schlafe ich mit dem Vorsatz ein, am liebsten immer so hautnah am Geschehen zu essen.

1000 Dank für das einmalige Erlebnis. Ich freue mich auf alles, was das Jacob und Thomas Martin in Zukunft bewegen.


Hotel Louis C. Jacob, Elbchaussee 401-403, 22609 Hamburg, Nienstedten, Deutschland, +4940822550, jacob@hotel-jacob.de, hotel-jacob.de

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