Alter Meierhof

Ich erinnere mich nicht, mich jemals so gut aufgehoben gefühlt zu haben wie an den zwei Tagen im Vitalhotel Alter Meierhof, und meine mitreisende Freundin wird mir wohl recht geben.

29. März 2022

Alter Meierhof

Ich erinnere mich nicht, mich jemals so gut aufgehoben gefühlt zu haben wie an den zwei Tagen im Vitalhotel Alter Meierhof, und meine mitreisende Freundin wird mir wohl recht geben.

Von Hamburg erreichen wir nach 1 ½ Stunden Glücksburg und das Fachwerk angelehnte Gutshof-Gebäude direkt an der Flensburger Förde und kehren nach dem Einchecken und willkommen heißenden Pralinen auf dem Zimmer gleich als allererstes in die Meierei ein. Zwei Michelin Sterne prägen die klassisch französische Küche von Dirk Luther und Team seit 2008.

Längst als Signature Dish zu bezeichnen lässt sich das begrüßende goldene Ei, dieses Mal sanft gefüllt mit leichtgestocktem Eigelb, Kalbskopfragout und Sherryespuma. Daneben eine pochierte Auster in einer frischen Apfel-Essig Vinaigrette. Vier weitere Aperos kündigen großen Genuss an mit einem Mini-Rindertatar mit Eigelbcrème und Imperialkaviar, einem Chicken Tandori mit Mango Chutney, einem Lachsmosaik auf Tapiokachip sowie einem luftigen Ciabattakissen mit Parmesancrème und Pata Negra.

Betreut werden wir den ganzen Abend überaus aufmerksam und herzlich von Lukas Lohse und Sommelier Martin Kammann, dessen Weinauswahl uns immer wieder bereichernd und harmonisch begleitet. So mit einem spannenden Einstieg mit einem gemischten Satz aus Österreich, bei dem sich die Trauben dank gemeinsamem Hang ein Leben lang kennen. Noch vor unseren sechs Gängen stellen dänische Fjordgarnelen das Amuse Bouche mit Taschenkrebstatar, Krustentiersahne, Steinbeißerrogen und Sepia.

Hauchdünne Scheiben von der Jakobsmuschel mit Navette-Gel und Saiblingskaviar in einem grünen See aus Brunnenkresse machen den Anfang. Ein klassischer Gewürztraminer fordert mit vielen Aromen und passt präzise zu der sautierten Langustine mit Karotte und Papaya-Chutney in einem Curryschaum. Es folgt ein konfiertes Filet vom Heilbutt mit knackigen, jungen Erbsen in einer leicht zitronigen Beurre Blanc und Jalapeño-Öl, dazu der spontan vergorene Testalonga Baby Bandito Keep on Punching 2020 Chenin Blanc. Mit Morcheln ist die doppelt gelegte Seezunge vereint, neben Château-Chalon und Lauch und führt hinüber zu dem Rückenfilet vom Poltinger Lamm mit Muskatkürbis, Paprika und Couscous.

Erfrischend bitter kündigt das Pre-Dessert die Patisserie an als ein Grapefruit-Minz-Süppchen mit Blutorangensorbet und Camparischaum, gefolgt von einer Variation vom Apfel mit Tonkabohne und weißer Schokolade. Sechs süße Kleinigkeiten beenden unseren perfekten Abend mit Salzkaramell, Kirsche-Tonkabohne und Cointreau-Mandarine Pralinen, einem Zitronen-Tartelette, einer Rum-Vanille-Torte und Earl-Grey Bergamotte-Cannellé.

Aus der geruhsamen Nacht werden wir angenehm von Vögelgezwitscher, dem Wassergeplätscher und der aufgehenden Sonne geweckt, so beginnt unser Morgen mit einem verführerischem Frühstücksbüffet und für mich mit grünem Tee, pochierten Ei, Lachs und Meerrettich.

Vorab gebucht in der Hof-Therme haben wir uns eine nährende Ganzkörpermassage und eine Yves Klein blaue Maniküre, was die Entspannung noch verstärkt. Dazwischen schwimmen wir im beheizten Innen- und Außenpool, lesen im geschützten Strandkorb, denn auch mit dem Wetter haben wir Glück.

—»Immer wieder treffen wir auf unsere herzlichen Gastgeber des vorherigen Abends, die mir noch eine von allen an dem Abend Tätigen unterschriebene Speisekarte überreichen und so für das familiäre und persönliche Haus stehen.«

Mittags sitze ich in der Sonne vor der Brasserie und bekomme, obwohl nicht auf der Mittagskarte, Pasta mit Tomatensugo und Scampi und dazu erneut perfekt beraten einen frischen, seit drei Wochen abgefüllten Weißwein und fühle mich mehr als wohl.

Da wir an unserem zweiten Abend in die urgemütliche Bodega gehen, die nur aus drei Tischen besteht, kommt uns schon nachmittags der dort gastgebende Mehdi Mouras entgegen, der uns mit dem hauseigenen Champagner von Dirk Luther und in Kooperation mit Weingut Faÿ-Berjot einstimmt.

—”Fühlen Sie sich wie zu Hause“ ist sein Credo und das des Meierhof-Gefühls und gelingt allen im Haus mühelos.

Umgeben von unzähligen Weinflaschen werden Tapas serviert in drei Gängen. Knackige Brötchen aus dunklem Flensburger Bier begleiten eine frische Aioli, Pico de Gallo und grüne Oliven. Pata Negra steht dem zur Seite mit gehobelten Manchego und eingelegten Artischocken sowie ein mariniertes Lachsfilet mit Saiblingskaviar, Avocado, Korianderkresse und einer Tomatenvinaigrette und ein Thunfisch Crostini.

Der zweite Gang besteht aus einer Vielfalt von Sardinen in Reismehl gebacken mit Zitrone, Kartoffelecken mit einer warmen Mayonnaise-Espuma, Stockfisch- und Schinkenkroketten mit Safran- und Kräuterdip, gebratenes Kabeljaufilet auf Champagnerkraut und glasierten Trauben, Chicken Wings und Chorizo mit rosa Pfeffer und Rinderfilet mit Pimientos de Padron. Auf keines hätte ich verzichten wollen.

Churros mit Zimt und Zucker, Schokoladensauce und Vanilleeis stellen den süßen Abschluss, alles immer harmonisch flüssig begleitet.

Nach der Heusauna und einem abermaligen Schwimmen verlassen wir nur sehr ungerne am nächsten Tag die friedliche Meierhof-Welt für sich.


Vitalhotel Alter Meierhof, Uferstr. 1, 24960 Glücksburg, Deutschland, +49463161990, info@alter-meierhof.dealter-meierhof.de 

Kreuz und quer
Restaurant Horváth in Berlin

Horváth**

Für einen Abend nach Berlin, und es zieht mich in das, nach dem österreichischem Schriftsteller benannten Horváth in Kreuzberg.

Söl’ring Hof**

Gleich bei Ankunft werden wir herzlichst von dem frischen ganzheitlichen Gastgeber und Chefkoch des Söl’ring Hofs Jan-Philipp Berner begrüßt. Locker und unverkrampft und wir überglücklich, dass wir dank Warteliste noch einen der begehrten Tische ergattert haben. Besser könnten unsere bezaubernden Sommerferien nicht enden.

Mutterland

Beeindruckend vergrößert hat sich das Mutterland Stammhaus, als eine Kombination aus Restaurant mit Bar, Feinkosthandel und gläserner Chocolaterie.
Tisch mit Kerze im Restaurant Hobenköök im Oberhafen Hamburg

Hobenköök

Im Areal des Oberhafens herrscht eine besondere Atmosphäre, scheinbar abgeschottet von der Hamburger Innenstadt, mit ruhigem Flair und doch so nah.

hæbel

Alles neu macht das hæbel. Nach einer Lockdown bedingten sechsmonatigen Pause erstrahlt das kleine Restaurant in der Paul-Roosen-Straße in neuem Glanz.
Restaurant Horváth in Berlin

Horváth**

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Franzi in Weimar

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Heidelberg Restaurants

Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren

Wie sehr liebe ich es in alte Gefilde zurückzukehren, wie letztes Wochenende in meine Studienstadt Heidelberg.
Noma in Kopenhagen

noma**

Für eine Nacht und ein Restaurant nach Kopenhagen, zieht es mich doch schon lange in das oft benannte beste Restaurant der Welt, ins neu eröffnete noma. 
About last night

Leglers

Still und leise hat Max Legler sein Leglers in Ottensen eröffnet.

Maquis

Lichterketten und bodentiefe Fenster umrahmen das kleine Maquis, dessen Name für die Dichte des Waldes, das Grün der Wände und das eigenhändige Sammeln von Pilzen und Maronen steht.

arc

Weit mehr als ein Pop-Up erahnen lassen könnte, mutet das arc Restaurant an, dieses Mal zu Gast im Klinker.

ZEIK*

Stampf, Staub, Püree, Ragout, Schaum, Jus, Eis, Chip, Mus, Gelee, Lack, Crème und Gel sind nur einige der raffinierten Verarbeitung der Produkte im Einklang mit Natur und Rhythmus von Maurizio Oster und Team im ZEIK.

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Möstel

„Wo würden wir gerne essen gehen“, und mit dem „Möstel Feine Kost“ in Lemsahl hat sich Christoph Möstel seine Frage selbst beantwortet.