Mila
Sergei Kischilovs Geschichte findet mit klarer Handschrift auf dem Teller statt, mitgebracht von vorherigen Stationen, gelungen zwischen den Welten.
Mila
Sergeis erstes eigenes Restaurant, benannt nach seiner Tochter und genauso persönlich.
26 Plätze, ein Fenster zur Küche, fossiles Holz an der Wand, ein Glücksschwein zur Deko — jedes Stück selbst ausgesucht, ein Geschmackssouvenir aus Australien hier, eines aus Düsseldorf dort. Denn lange hat er für andere gekocht: Im Avui in Fellbach bei Armin Karrer, im Nagaya in Düsseldorf, zuletzt drei Jahre im bianc. Jetzt kocht er für sich selbst, bzw. für uns.
Zwei Menüs stehen zur Wahl, eines davon vegetarisch, dazu à la Carte. Sergei Kischilovs Geschichte findet mit klarer Handschrift auf dem Teller statt, mitgebracht von vorherigen Stationen, gelungen zwischen den Welten.
So sorgt die Buschlimette aus Australien etwa im Thunfisch Tatar für die Säure, neben Avocado-Crème und Miso-Mayonnaise in einem Ingwersud.

Los geht’s mit hausgebackenen Brötchen, Kräuterbutter mit Orangenzeste und Pistazien-Crumble. Dann Auster Perle, Lachstatar gebeizt, dazu Rogen. Die Zitronengras-Schaumsuppe mit Jalapeño-Espuma und Krustentier-Praline schmeckt nach Urlaub — pikant, schön kratzig, eine kleine Reise nach Thailand mitten in Rotherbaum.
Hummer in Champagnersauce mit Kaviar, leicht säuerlich. Black Cod mit Miso und Pak Choi, süß-säuerlich austariert. Ein zartes Mini-Rinderfilet mit Wasabi-Kräuterbutter und Röstzwiebelpüree.
Vor dem Dessert ein Käsegang als Happs — 25 Jahre alter Balsamico, Parmesan-Crème. Zum Schluss Rhabarber mit Kefir-Eis und Himbeere, eine Passionsfrucht-Crème mit Vanille-Espuma und Kardamom-Karamell.
Jeder Gang spricht für sich selbst, könnte genauso unkompliziert liebend gern täglich gegessen werden.
Was für ein Gewinn für unser kulinarisches Hamburg!
Mila, Mittelweg 162, 20148 Hamburg, Rotherbaum, Deutschland, +494030728166, mila-restaurant.de
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Mila
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