Flensburg
Mein erstes Mal in Flensburg. Natürlich im Das James, in dem mit einem MICHELIN-Stern ausgezeichneten Das Grace, der bezaubernden James Farm und natürlich viel zu kurz.
Eine Stunde lang anstehen für ein Fischbrötchen bei Bens Fischhütte. Ein hervorragenden Haselnuss-Schoko-Miso Cookie bei Plan B, und der Kaffee wird auch hervorragend sein. Entlang dem Oluf-Samson-Gang, der Norderstraße und der Roten Straße.
Kulinarisch würde mich nächstes Mal noch das Lauschig Lokal interessieren oder die dazu gehörige Pizzeria Renate, wurde mir noch die Hafenküche und das The Ferryman empfohlen.

Das James
In nur 1 ½ Stunden von Hamburg.
Kulinarisch dreifach ansprechend: Regional im James Farmhouse, Japanisch im MINATO, besternt im Das Grace.
Boote schwanken im Wind, mit Möwengeschrei geweckt werden. Das Zimmer mit Blick, Bücherauswahl und Betthupferl.
Der SPA, mit und ohne Kinder, verschiedensten Saunen, Ruheräumen mit Blick auf die Förde.
Noch ins Gym vorm Frühstück und entspannter könnte ich nicht sein.

Die James Farm
Die James Farm in Hörup, fast auf dem Weg nach Sylt.
Ich habe 2 Tage alte Babyschweine gesehen und 2 Monate alte, vom Husumer Protestschwein über Duroc.
Kälbchen bei ihren Ammenkühen besucht, ein Huhn auf dem Arm gehabt, noch warme Eier gesammelt.
Eine Tomate gepflückt, von dem Drei Schwestern Feld gelernt und beim Käsebruch rühren zugeguckt.
—»Ein Bauernhof wie vor 100 Jahren«
Idyllisch mit Hofladen und eine zu schöne Ergänzung für Das James.

Das Grace
Im Hotel Das James in Flensburg, direkt an der Innenförde, liegt mit Das Grace ein Michelin-Stern-Restaurant, in dem Regionalität und die eigene James Farm den Ton angeben.
Küchenchef Quirin Brundobler eröffnet mit filigranem Fingerfood: Tomaten-Brot-Salat mit Rapsöl-Eis und Brotchips, eine Buchweizencrêpe mit Eiweiß, Baiser mit schwarzem Knoblauch und Joghurt, ein Tartelette mit Salzpflaumenmousse, Salzpflaume selbst und Mandel sowie ein mit Crème fraîche und ein mit Deichkäse gefüllter Langos. Dazu eine Brotvielfalt – Sauerteig, Kräuterfocaccia, ein Flensburger Dunkelbierbrot – und Rohmilchbutter von der hauseigenen Farm.

Es folgt ein samtiger Saibling auf Gurken-Relish, im Buttermilch-Sud geräuchert, mit Fichten-Öl, gepuffter Gerste und Minigurken.
Eine Mais-Variation spielt mit Popcorn als Espuma und Eis in einer Erbsen-Sauerampfer-Sauce, bevor Kaviar auf Kabeljau und Kabeljau auf Kartoffelrisotto mit konfiertem Lauch die Karte weiterführen.
Beim Duroc-Schwein treffen Sellerie, Kerbel und grüner Apfel auf ein herzhaftes Ragout, die Wachtel kommt als Wellington mit gebratenem Römersalat, Käsecrème, eingelegten Pilzen und einem Geflügeljus mit Sherryessig. Den Abschluss der herzhaften Gänge macht Wagyu, begleitet von der Karotte in all ihren Facetten – gegart, als Püree, als Salat, das Grün und eine einer Wagyu gefüllte Paprika – und einem Gulaschfond.
Wer auf Alkohol verzichten möchte, ist bei der alkoholfreien Begleitung gut aufgehoben: Sparkling Tea, geklärter Tomatensaft, ein hausgemachter, gemüsig-erdiger Knollenselleriesaft und ein fermentierter Kräuteraufguss.

Zum Dessert erst eine „Erfrischung“ aus Apfelsorbet, Gurkenvinaigrette, Buttermilch-Espuma und Haferchip, dann geschmorte Zwetschgen mit Mandelmousse und Gerstenmalzeis, übergossen mit karamellisierter Sahne und Nussbutter. Ein Kästchen Petit Fours, von Macarons, Pralinen und Madeleines beschließt den Abend.
Das Ambiente trägt seinen Teil dazu bei: sieben Meter hohe Decken und in Seide gehüllte Kronleuchter geben dem Raum eine ruhige Großzügigkeit, die zur präzisen, produktfokussierten Küche passt.
Kreuz und quer
Matthias*
Chef’s Table Rote Wand
Lohninger
XO Seafoodbar
Ebbe und Food
Restaurant Haerlin***
About last night
Shio Handrolls